Radiologische Gemeinschaftspraxis Ludwigsburg

Radiologische Gemeinschaftspraxis Ludwigsburg
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Nuklearmedizin


Was ist Nuklearmedizin?

Nuklearmedizin ist eine spezielle Art der Bildgebung, mit der auf sichere, schmerzlose und kosteneffiziente Weise Aufnahmen des Körpers erstellt und Krankheiten behandelt werden können. In der nuklearmedizinischen Bildgebung werden die Funktionen und die Struktur von Organen dokumentiert. Dadurch unterscheidet sich diese Methode von der Röntgendiagnostik, bei der ausschließlich die Struktur beobachtet wird. Dank dieser Methode können Mediziner diagnostische Informationen sammeln, die ansonsten nicht verfügbar, nur operativ erhältlich oder nur anhand teurerer diagnostischer Untersuchungen auswertbar sind.

Nuklearmedizinische Untersuchungen können oft Abnormalitäten in der Funktion oder Struktur eines Organs in Ihrem Körper feststellen. Diese Abnormalitäten sind dank der Nuklearmedizin in einem sehr frühen Stadium erkennbar – viel früher, als gewisse medizinische Probleme bei anderen diagnostischen Verfahren ans Tageslicht treten würden. Dank dieser Früherkennung können einige Krankheiten in ihrem Frühstadium behandelt werden, wenn die Erfolgschancen noch höher sind.

Wie und warum ist Nuklearmedizin von Vorteil?

Nuklearmedizinische Untersuchungen eignen sich vor allem für die Untersuchung des Knochenstoffwechsels, insbesondere bei v. a. Absiedlungen (Metastasen) bösartiger Tumore. Eine Domäne der Nuklearmedizin ist die Schilddrüsendiagnostik, sowohl im Bereich der funktionellen Störungen als auch der anatomisch sichtbaren Veränderungen, z. B. Vergrößerung der Drüse ("Kropf") und v. a. Knotenbildungen ("heiß", "kalt"). Schäden der Herzmuskulatur (Mangeldurchblutung bei Herzkranzgefäßerkrankungen) können zuverlässig erkannt werden.
Weitere Einsatzgebiete der NUK (= Kurzform für Nuklearmedizin) sind die Lungenemboliediagnostik und die Nierenfunktionsuntersuchung.

Wie wird eine nuklearmedizinische Untersuchung durchgeführt?

Nuklearmedizinische Untersuchungen sind sicher und schmerzlos. Eine geringe Menge eines radioaktiven Stoffes wird dem Patienten überwiegend durch Injektion verabreicht. Diese radioaktiven Stoffe haben spezielle Eigenschaften, die für bestimmte Organe spezifisch sind. Die Menge des verabreichten radioaktiven Stoffes wird genau gemessen, damit die Untersuchungsergebnisse so präzise wie möglich ausfallen und gleichzeitig die Strahlenexposition auf ein Minimum beschränkt bleibt.

Nach Verabreichung des radioaktiven Stoffes werden mit einer Spezialkamera Aufnahmen des Körpers gemacht. Diese sog. Gammakamera verfügt über Spezialdetektoren, mit deren Hilfe der radioaktive Stoff in bestimmten Körperbereichen erkannt und bildlich festgehalten werden kann. Das Bild wird dann auf Papier oder Film ausgedruckt und auf einem Computer gespeichert. Abschließend wird die Untersuchung von einem Arzt ausgewertet.