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Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT)

Das Verfahren

Synonyme: MRT, MRI, NMR (Nuclear Magnetic Resonance Imaging), Kernspin-Tomographie, „Kernspin“

Das Verfahren wurde auf Grundlage der Entdeckungen von Raymond Damadian in den 1970er Jahren von den Physikern Paul C. Lauterbur und Sir Peter Mansfield entwickelt, die dafür im Jahr 2003 den Nobelpreis für Medizin erhielten.

Die MRT nutzt zur Bilderzeugung starke magnetische Felder (etwa das 15.000-fache des Erdmagnetfeldes), Röntgen- oder radioaktive Strahlung wird nicht verwendet.

In der Kernspintomographie – abgekürzt MRT – nutzt man die magnetischen Eigenschaften der Wasserstoffatome (der menschliche Körper besteht immerhin zu fast 80% aus Wasser): Wird der Patient in ein sehr starkes Magnetfeld (1-1,5 Tesla, entsprechend dem ca. 15.000fachen des Erdmagnetfeldes) gebracht, richten sich die Wasserstoffatome entlang dieses Magnetfeldes aus. Ein kurzer Radiowellenimpuls lenkt diese Wasserstoffatome aus, “regt diese an”. Nach Ende des Radioimpulses kehren die Wasserstoffatome jedoch rasch wieder in ihre Ausgangsposition im Magnetfeld zurück und entsenden dabei typische Signale. Diese charakteristischen Wassersignale kann man nun messen und zu einem Schnittbild zusammenfügen.

Die Kernspintomographie ist also kein Röntgenverfahren und arbeitet ohne jegliche ionisierende Strahlung. Bei dieser völlig schmerzlosen Untersuchung sind keine Nebenwirkungen bekannt, Aufnahmen können jederzeit und beliebig oft angefertigt werden.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Vor der Untersuchung müssen Sie alle metallhaltigen Gegenstände wie Schmuck, Gürtel, Haarspangen, Brillen, Schlüssel und Geld in der Umkleidekabine ablegen, da diese Gegenstände im Magneten mit großer Wucht wegfliegen würden. Magnetstreifen auf Kreditkarten und Parkkarten werden gelöscht, Uhren funktionsuntüchtig.

Alle Untersuchungen werden im Liegen durchgeführt. Jede Untersuchung dauert zwischen etwa 10 und 15 Minuten. Auf einer gepolsterten Liege werden Sie in das Gerät gefahren. Sie können jedoch über einen Notknopf bzw. eine Sprechanlage Kontakt zur Assistentin aufnehmen. Während der Untersuchung müssen Sie absolut ruhig liegen. Wegen der lauten Klopfgeräusche des Geräts erhalten Sie von uns einen Gehörschutz. Die Klopfgeräusche entstehen, weil sich das MRT-Gerät durch das sich rasch verändernde Magnetfeld minimal verformt.

Vorteil der Methode ist der große Bildunterschied zwischen verschiedenen Geweben, weshalb wir krankhafte Veränderungen sehr gut erkennen können. Die Untersuchung vieler Organsysteme (v.a. der Gelenke und des Nervensystems) haben sich dadurch stark verbessert.

Nachteile sind die hohen Anschaffungs- und Unterhaltskosten der Geräte, die relativ lange Untersuchungsdauer und die Anfälligkeit für Bildstörungen (z.B. durch Bewegung).
Einige Patienten empfinden die relative Enge des Gerätes als beklemmend; selbst Patienten mit Klaustrophobie („Platzangst“) können aber in der Regel nach Gabe eines Beruhigungsmittels problemlos untersucht werden (Sie sollten dann allerdings eine Begleitung für den Nachhauseweg mitbringen; Sie dürfen am Untersuchungstag anschließend kein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen).

Wer darf nicht untersucht werden?

  • Nicht untersuchen dürfen wir grundsätzlich Patienten mit Herzschrittmachern
  • bei Patienten mit sog. Cochlea-Implantaten, Herzklappenprothesen und Metall im Körper (nach Operation, Kriegsverletzung) entscheiden wir individuell nach Abschätzung einer möglichen Gefährdung
  • Im Einzelfall kann eine Unbedenklichkeits-Bescheinigung des Herstellers des Implantats erforderlich oder eine MRT unmöglich sein.

Arthro-MRT oder -CT

Eine von uns häufig durchgeführte Spezialuntersuchung ist die sogenannte „Arthro-MRT oder -CT“. Bei dieser Methode führen wir nach Desinfektion der Haut eine feine Nadel in ein Gelenk ein. Die Nadelposition wird mit Hilfe der Röntgen-Durchleuchtung überwacht. Über diese Nadel spritzen wir dann eine spezielle Kontrastflüssigkeit in das Gelenk. Im Anschluss daran folgt die MRT-Untersuchung (in Sonderfällen eine CT-Untersuchung).

Dieses Verfahren erlaubt eine sehr empfindliche Darstellung von kleinsten Details des Gelenkes, die in der „normalen“ MRT nicht sichtbar sind und wird besonders zur Untersuchung der Schulter oder der Hüfte angewandt. So können wir auch kleinste krankhafte Veränderungen z. B. des Gelenkknorpels oder des sogenannten Labrums dieser Gelenke erkennen.